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Orientierung und Planung

 
Das passende Grundstück

Zunächst einmal geht es darum, ein passendes Grundstück zu finden. Hier kann es helfen, sich bei der Gemeinde in der Sie bauen möchten, über den Flächennutzungsplan kundig zu machen. In der Regel haben alle Gemeinden auf Ihren Internetauftritten Informationen zum sogenannten Bauerwartungsland hinterlegt. Informieren Sie sich, welche Flächen zur Verfügung stehen. Alternativ können Sie auch über einschlägige Onlineportale Angeobte privater Anbieter recherchieren.

 

Der Bebauungsplan

Sofern Sie sich für ein bestimmtes Grundstück interessieren, sollten Sie einen genauen Blick auf den Bebauungsplan werfen. Dort finden Sie nähere Regelungen zur möglichen Bebauung, z.B. vorgeschriebene Dachformen, mögliche Bauarten und Etagenanzahl. Bitte beachten Sie, dass die Kriterien bindend sind und eventuell Ihren Wünschen entgegenstehen. Auch muss die Erschließung sichergestellt sein. Hierfür tragen Sie die Kosten, wobei die Gemeinde für die Umsetzung zuständig ist.

 

Die Baugenehmigung

Bevor es richtig losgehen kann, müssen Sie noch die Baugenehmigung einholen. Ihr Architekt oder Bauingenieur (Bauvorlageberechtigter) stellt hierfür die Bauvorlagen (Baubeschreibung, Lageplan, Nachbarschaftserklärungen, Wasserversorgungs- und Bauzeichnung) zusammen, welche mit dem Bauantrag an die zuständige Bauaufsichtsbehörde eingereicht werden. Achten Sie hierbei auch auf länderspezifische Vorgaben.

 

Tipps für die Planung Ihres Neubaus
  • Die Richtige Gegend? Achten Sie bei der Grundstückswahl auf Ihre individuellen Bedürnisse. Wie ist die Verkehrsanbindung? Gibt es Einkaufsmöglichkeiten, ärztliche Versorgung, Kindertagesstätten und Schulen. Für Ihr Wohlbefinden im neuen Haus kann das entscheidend sein.

  • Wie ist das Haus ausgerichtet? Der Standort Ihres neuen Hauses ist entscheident. Beachten Sie beispielsweise darauf welche Seite in welcher Himmelsrichtung zeigt, ob eine Hanglage besteht, oder wie der Dachfürst ausgerichtet ist. Diese Kriterien sind für das energieeffiziente Bauen, z.B. mit einer Solaranlage wichtig.

  • Teilen Sie das Gebäude in thermische Bereiche ein. Die Wohnbereiche sollten entsprechend den Südteil ausmachen, da es hier am wärmsten ist.

  • Achten Sie auf kurze Wege bei den Leitungen. So sparen Sie Energie und Wasser.

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In vier Etappen zum Traumhaus

Erste Etappe - Vorbereitung

Am Anfang müssen Sie zwei wesentliche Fragen beantworten können: 1. Wo möchte ich bauen? 2. Welche finanziellen Mittel stehen zur Verfügung? Bei der Grundstückssuche sollte man die Kosten im Blick behalten. Je nach Gegend und Größe schwanken die Preise oft erheblich, was sich eventuell auf das Budget für den eigentlichen Hausbau auswirken kann. Auch kann sich die Grundstücksgröße auf die Architektur des Hauses auswirken. Zudem sollten auch hier Nebenkosten, wie zum Beispiel die Grunderwerbsteuer beachtet werden.

 

Bevor dann der Bau beginnt, muss auch der Boden geprüft werden. Hierbei können sich die Beschaffenheit oder der Grundwasserspiegel auf die Planung auswirken. Altlasten müssen eventuell entfernt werden.

Zweite Etappe - Bauplanung

Bei der Kalkulation des finanziellen Spielraums sollten u.a. folgende Kosten beachtet werden:

  • Grundstück + Grundwerbsteuer + Makler- u. Notarkosten
  • Versicherungen
  • Hausbau, eventuelle Eigenleistungen
  • zusätzliche Baukosten (z.B. Baustrom, Vermessung, Gutachter usw.)
  • Grundstücksgestaltung (Caport, Pflasterarbeiten, Umzäunung)
  • Innenausbau und -gestaltung (Böden, Wände, Sanitäreinrichtung, Küche, usw.)
  • Fördermittel
Baupartner

Wenn Sie mit einem Bauunternehmen zusammenarbeiten, nimmt Ihnen diese viele Aufgaben ab. Die Rahmenbedingungen müssen jedoch klar skizziert werden. Damit die Wünsche des Bauherrn berücksichtigt werden können, sollte dies im Vorfeld besprochen werden. Eventuell wird nicht jede Bauweise vom Baupartner angeboten. Brechen Sie die Entscheidung über die Auswahl Ihres Baupartners nicht übers Knie. Eine Markterkundung erweitert den Horizont.

Bei der Umsetzung mit Hausanbieter oder Achitekten werden die Einzelheiten in Planungsgesprächen geklärt. Hierbei wird z.B.  über die Heizung, den Innenausbau, die Küche, die Elektrik, usw. gesprochen. Sind alle Fragen geklärt, kann der Bauvertrag unterzeichnet werden. Die einzelnen Leistungen sind hier aufgeführt und sollten nochmal geprüft werden. Was nicht enthalten ist, kann nur gegen Aufpreis nachträglich ergänzt werden.

 

Dritte Etappe - Der Bau

Nach der Planung kommt der Bau. Dieser wird in der Regel vom Architekt oder von der Baufirma koordiniert. Alles, was die Baustelle betrifft wird liegt so in einer Hand und Dinge wie Baustrom, Sicherheit oder Bauzäune müssen nicht vom Beuherrn organisiert werden.

Eine regelmäßige Besichtigung der Baustelle schadet jedoch nicht. Fehler können so frühzeitig erkannt werden. Auch können Sie einen Gutachter beauftragen, der den Bau begleitet.

Je nachdem, ob es ein Fertighaus oder ein Massivhaus wird, kann die Bauzeit variieren. Länger als 18 Wochen sollte der Bau eines Fertighauses jedoch nicht dauern. Beim Massivhaus können es schon bis zu acht Monate sein.

Vierte Etappe - Fast fertig

Nach dem Bau kommt die Abnahme. Der Bauunternehmer übergibt das Bauwerk sofern alle vereinbarten Leistungen erbracht wurden. Auch hierbei kann ein Sachverständiger helfen. Danach kommt die Gestaltung des Außenbereichs. Garage oder Carport werden errichtet, sofern dies nicht schon beim Bau geschehen ist. Die Pflasterarbeiter können selbst durchgeführt, oder in Auftrag gegeben werden. Der Garten benötigt da schon etwas mehr Zeit und permanente Pflege. Bis alles gut eingewachsen aussieht, können da schon einige Jahre vergehen.