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Ausbildungstipps

Die richtige Ausbildung und den passenden Betrieb finden

Die Schule wurde erfolgreich gemeistert und nun folgt der nächste Schritt: die berufliche Ausbildung. Für diese muss man sich nun bewerben und das Ausbildungsunternehmen überzeugen. Das ist kein Grund um Angst zu haben. Mit dem Schulabschluss hat man alle Fähigkeiten mit auf den Weg bekommen, die man braucht, um ein Bewerbungsverfahren erfolgreich zu bestehen. Mit den Infos auf dieser Seite unterstützen wir bei der Ausbidlungsplatzsuche und helfen, an alles zu denken und den Überblick zu bewahren.

Die Qual der Wahl

Im Handwerk hat man die Qual der Wahl zwischen vielen verschiedenen Ausbildungsberufen. Es gilt, die passende Fachrichtung zu finden.

  • Es braucht Zeit um herauszufinden, was am besten zu einem passt. Freunde und Familie, könne oft fabei helfen, wenn es darum geht eigene Talente zu erkennen.
  • Praktika helfen, um den Alltag der Berufe kennenzulernen, die einen interessieren.
  • Guter Rat ist nicht teuer! Die Handwerkskammern und Kreishandwerkerschaften bieten zahlreiche Beratungsstellen, bei denen man sich persönliche Tipps holen kann. Zudem finden jährlich verschiedene Berufsmessen statt, auf denen man nützliche Tipps findet.
Ausbildung
Die Bewerbung

Die Bewerbung ist der erste Eindruck, den der zukünftige Chef oder die Chefin erhält. Ordentlich angefertigt, ist das die Eintrittskarte zu einem Vorstellungsgespräch. Dabei geht es nicht allein um Noten. Es gibt viele Dinge mit denen man überzeugen kann und auf die es ankommt.

Das Anschreiben

Gerade in dem Anschreiben kann man dem zukünftigen Ausbildungsbetrieb einen Eindruck von der eigenen Motivation und Persönlichkeit vermitteln. Ein Auszubildender, der sich für den Beruf begeistert und in das Team passt, ist oft mehr wert als eine gute Note in Mathe. Findet man dann noch den Namen des Ansprechpartners heraus, gelingt die persönliche Anrede. Damit zeigt man Interesse und drückt Symphatie aus.

Der Lebenslauf

Das Anschreiben ist fertig? Dann geht’s nun an den Lebenslauf, denn auch der gehört zu einer guten, vollständigen Bewerbung. Das Wichtigste hierbei ist, dass der Lebenslauf alle wichtigen Informationen beinhaltet.

 

Übersicht der wichtigsten Inhalte

  • Vorname und Name
  • Geburtsdatum
  • Geburtsort
  • Anschrift und Telefonnummer, E-Mail
    (Achtung: Keine unseriöse E-Mail-Adresse verwenden)
  • Schulbildung
  • (Voraussichtlicher) Schulabschluss mit Datum
  • Berufserfahrung
    (z. B. ein Praktikum)
  • Besondere Kenntnisse
    (z. B. PC-Kenntnisse wie Office-Anwendungen)
  • Hobbys
    (Sport, Vereine etc.)
  • Aktuelles Datum und Unterschrift

Das Bewerbungsfoto

Anschreiben und Lebenslauf sind fertig? Dann ist die Arbeit an der erfolgreichen Bewerbung so gut wie erledigt! Jetzt fehlt nur noch ein gutes Foto. Auch das ist keine Hexerei, aber wichtig. Denn ein gutes Foto rundet den ersten Eindruck der Bewerbung ab. Private Fotos sollten hier icht verwendet werden. Ein professionelles Fotoshooting, bei dem man dem Anlass angemessen, ordentlich und nicht zu auffällig gekleidet ist, wird gut ankommen.

Der Gesamteindruck

Auch die Form der Bewerbung ist entscheidend. Denn der optische Eindruck lässt sich nur schwer korrigieren. Ein fehlerhafter Flyer mit schlechtem Design überzeugt nicht gerade vom zu bewerbenden Produkt. Aus diesem Grund ist es wichtig, sich bei der Bewerbung viel Zeit zu nehmen und mit großer Sorgfalt vorzugehen.

 
Das Bewerbungsgespräch

Wenn die Bewerbung zum Vorstellungsgespräch führt, hat der erste Eindruck schon überzeugt. Dies ist kein Grund übermäßig aufgeregt zu sein. Auf Vorstellungsgespräche kann man sich gut vorbereiten, denn sie laufen in der Regel nach einem bestimmten Muster ab. Folgende Hinweise sollten beachtet werden.

Es ist kein Schauspiel notwendig

Im Bewerbungsgespräch möchte man natürlich überzeugen und zeigen, dass man für die Ausbildung geeignet ist und motiviert. Dem Ausbilder geht es jedoch auch darum, den Gegenüber als Person kennenzulernen und zu schauen, ob man ins Unternehmen passt.

Es macht hierbei einen überzeugenden Eindruck, wenn man sich treu bleibt und selbstbewusst auftritt. Es lohnt sich auch nicht offensichtliche Schwächen oder mangelnde Erfahrung zu verbergen. Solche Dinge kann man mit Engagement, sozialer Kompetenz und Lernbereitschaft ausgleichen.  

Die Begrüßung

Am Beginn des Gesprächs werden zunächst allgemeine Frage gestellt um die Stimmung aufzulockern. Das nimmt die Aufregung und löst die Anspannung. Einfache Fragen, wie zum Beispiel nach der Anreise oder dem persönlichen Befinden stehen hierbei im Vordergrund. 

 

Beispiel:

Fühlen Sie sich wohl und geht es Ihnen gut?

Danke, ich bin etwas nervös, weil dieser Vorstellungstermin sehr wichtig für mich ist, freue mich jedoch auf das Gespräch.

(Immer positiv bleiben! Probleme bei der Anfahrt oder priivate Sorgen sollte man nicht kundtun.)

Wie steht es mit der Schule?

Gern werden Fragen zu den schulischen Leistungen gestellt. Hier sollte man beachten, dass der Gegenüber bereits Einblick ins Zeugnis hatte und somit einen Eindruck von Stärken und Schwächen. Die Antworten sollten entsprechend gewählt werden.

 

Beispiele:

Welche Fächer in der Schule liegen Ihnen besonders gut?

Mathematik fällt mir besonders leicht. Ich arbeite gern mit Zahlen und Formeln. Weiterhin mag ich den Spoprtunterricht, da ich selbst sehr sportlich bin und gern im Team spiele.

 

Haben Sie viele Freunde in der Schule?

Ich verstehe mich mit allen Mitschülern gut, jedoch habe ich auch Freunde außerhalb des Klassenzimmers. 

 

Warum möchten Sie eine Ausbildung machen und nicht die Schule fortsetzen oder studieren?

Für mich stehen praktische Erfahrungen im Vordergrund. Zudem habe ich erfahren, dass es im Anschluss der Ausbildung auch möglich ist, sich weiterzubilden oder sogar ein Studium anzuschließen.

 

Gehst du gern zur Schule?

Ja. Grundsätzlich gehe ich gern zur Schule, jedoch freue ich mich inzwischen auch auf das Berufsleben.

Über die Ausbildung

Man sollte sich im Vorfeld darüber in Kenntnis setzen, welche Aspekte den gewählten Beruf ausmachen und womit man in der Ausbildung rechnen kann. Entsprechend kann man dann auch die Fragen vernünftig beantworten.

 

Beispiele:

  • Wie glauben Sie, läuft ein normaler Arbeitstag ab?

  • Warum haben Sie sich diesen Beruf ausgesucht?

  • Welche Fähigkieten sollte man mitbringen?

  • Haben Sie sich auch schon mit anderen Berufen auseinandergesetzt?

  • Wohin soll der berufliche Werdegang hinführen?

Stärken und Schwächen

Die Bewerbung sagt schon viel über den Menschen aus. Aber der persönliche Eindruck ist natürlich entscheidend. Hierbei geht es auch die außerschulischen Fähigkeiten und Eigenschaften, die man als Person mitbringt. Wichtig ist, dass man authentisch bleibt und sich nicht verstellt. Natürlich sollte man seine Stärken in den Vordergrund stellen, jedoch muss man dies auch begründen können. Eine schnelle Auffassungsgabe könnte man beispielsweise mit entsprechenden Noten belegen. Wenn man in einer Vereinsmannschaft spielt, sagt dass zum Beispiel schon was über die Teamfähigkeit aus.

Schwächen sollte man eher als Herausforderungen ansehen und nicht zu offen darlegen. Wichtig ist, dass man sich bemüht zeigt und aufgeschlossen ist.

Der Schluss

Dieletzten Fragen beziehen sich in der Regel auf die Gehaltsvorstellungen. Hier sollte man realistisch einschätzen, wo die Ausbildungsvergütung liegt. Hilfreich sind hierbei die aktuellen Ausbildungstarifverträge der jeweiligen Branche. Womit man rechnen kann, erfährt man beispielsweise bei der Ausbildungsberatung der Handwerkskammern oder bei der Agentur für Arbeit.

Für den potentiellen Arbeitgeber ist es weiterhin interessant zu wissen, ob man sich noch bei anderen Firmen beworben hat. Hier kann man ruhig ehrlich sein.

Die letzte Frage ist häfig: "Haben Sie noch Fragen an uns?" Hier sollte man sich ein paar Fragen im Vorfeld oder während des Gesprächs überlegt haben. Das zeigt Interesse und bringt Pluspunkte.

 

Der Ausbildungsvertrag

Der Ausbildungsvertrag wird zwischen dem Auszubildenden und dem Ausbildungsbetrieb geschlossen und regelt den gesetzlichen Rahmen. Aus dem Ausbildungsvertrag ergeben sich für beide Seiten Rechte, aber auch Pflichten.  

Das wird geregelt

Vor Beginn der betrieblichen Ausbildung wird ein schriftlicher Ausbildungsvertrag geschlossen. Hier sind folgende Eckpunkte dargelegt:

  • Ziel der Berufsausbildung
  • Ein Ausbildungsplan
  • Beginn und Dauer der Ausbildung
  • Ausbildungsmaßnahmen außerhalb der Ausbildungsstätte
  • Dauer der regelmäßigen täglichen Arbeitszeit, der Probezeit und des Urlaubs
  • Zahlung und Höhe der Ausbildungsvergütung
  • Voraussetzungen, unter denen der Vertrag gekündigt werden kann
  • Hinweis auf Tarifverträge und Vereinbarungen, die bei deinem Vertrag gelten

 

Den Vertrag unterschreibst man selbst und ein Vertreter des Ausbildungsbetriebes. Wenn man noch keine 18 Jahre alt ist, muss auch der gesetzlicher Vormund mit unterschreiben.

Die Probezeit

Die ersten Monate der Ausbildung sind Probezeit. In dieser Phase überprüft man, ob der passende Beruf gewählt wurde. Die Probezeit dauert mindestens einen und höchstens vier Monate. Während dieser Zeit kann der Vertrag beoidseitig ohne Angabe von Gründen gekündigt werden.

Urlaub

Als Auszubildende/-r hat man Anspruch auf Urlaub. Die Mindestanzahl an Urlaubstagen wird durch das Arbeitsrecht bestimmt. Hierbei gelten für minderjährige Auszubildende andere Bestimmungen als für volljährige Auszubildende. Die genaue Anzahl an Urlaubstagen ist im Ausbildungsvertrag festgelegt.

 
Die betriebliche oder duale Ausbildung

 

Bei der betrieblichen Ausbildung ist man einige Tage im Ausbildungsbetrieb und in der restlichen Zeit in der Berufsschule. Die Zeit in der Berufsschule kann auch als Blockunterricht über längere Phasen organisiert sein.

Der Ausbildungsbetrieb

Im Ausbildungsbetrieb erwirbt man praktische Fähigkeiten und Kenntnisse, die  in der Ausbildungsordnung für den gewählten Beruf vorgeschrieben sind. Die Ausbildung orientiert soich an einen Ausbildungsplan, der Schritt für Schritt neue Fertigkeiten enthält.

Das Berichtsheft

Während der Ausbildung muss man schriftlich festhalten, was getan und gelernt wurde. Diese Nachweise hält man im sogenannten "Berichtsheft" oder "Ausbildungsnachweis" fest. Dies wird vom Ausbilder/-in regelmäßig geprüft. Das Berichtsheft ist wichtig für die Zulassung zu den Prüfungen. Es gibt auch die Möglichkeit zur digitalen Berichtsheftführung. Dies muss mit dem Ausbildungsbetrieb besprochen werden.

Die Berufsschule

Den Berufsschulunterricht legt ein Lehrplan für den spezifischen Beruf fest. Hierbei steht theoretisches Wissen im Vordergrund. Neben berufsspezifischen Fächern gibt es auch den allgemeinbildenden Bereich.

Für den Unterricht in der Berufsschule muss der Ausbildungsbetrieb den Auszubildenden freistellen.

Welche Prüfungen gibt es?

Grundsätzlich gibt es zwei Prüfungen: Die Zwischenprüfung und die Abschlussprüfung. Die Zwischenprüfung wird nach der Hälfte der Ausbildungszeit abgelegt und die Abschlussprüfung am Ende. Je nach Ausbildungsordnung kann es zum Beispiel theoretische, praktische und mündliche Prüfungen geben.

Nicht bestandene Prüfungen können zweimal wiederholt werden.