Etwa 270 Teilnehmende informierten sich über aktuelle Fragen in der Praxis
07.07.2026
8. Installationspraxis in Linstow: Fachlicher Austausch, konkrete Anwendungshinweise und eine begleitende Ausstellung mit rund 25 Ausstellern standen im Mittelpunkt des kompakten Wissenstages für das SHK-Handwerk in Mecklenburg-Vorpommern.
Mit etwa 270 Teilnehmern war die 8. Installationspraxis am 1. Juli 2026 im Van der Valk Resort Linstow wieder sehr erfolgreich. Im Valkensaal erwartete die Gäste ein dichtes Fachprogramm zu aktuellen technischen Entwicklungen, rechtlichen und normativen Anforderungen sowie praxisnahen Fragen aus Planung, Installation, Wartung und Kundendienst.
Die Veranstaltung richtete sich an das SHK-Handwerk in Mecklenburg-Vorpommern und bot einen kompakten Überblick über zentrale Themen des betrieblichen Alltags. Im Fokus standen unter anderem Trinkwasserhygiene, Werkstoffe und Bauteile in der Trinkwasserinstallation, Inbetriebnahme und Funktionsprüfung, Entwicklungen in der Gastechnik, Gebrauchsfähigkeitsprüfungen, Arbeitsschutz, Heizungstechnik, Wärmepumpen, Kältetechnik sowie Anforderungen an Brandschutz, Schallschutz, Wärmeschutz und Entwässerung.
Den Auftakt bildete der Themenblock Trinkwasserinstallation. Thorsten Rabe vom Fachverband erläuterte praxisrelevante Anforderungen an Trinkwasserhygiene, sichere Temperaturbereiche, bestimmungsgemäßen Betrieb sowie die Auswahl geeigneter Werkstoffe. Ergänzend stellte Alexander Einweg von der Grünbeck Wasseraufbereitung GmbH Bauteile und Komponenten vor, die für eine hygienisch sichere Trinkwasserinstallation besondere Bedeutung haben. Auch die fachgerechte Inbetriebnahme, Funktionsprüfung und Dokumentation wurden als wesentliche Bestandteile der Qualitätssicherung behandelt.
Im zweiten Themenblock standen Gastechnik und Arbeitsschutz im Mittelpunkt. Neben aktuellen Entwicklungen in der Gasinstallation und der Gebrauchsfähigkeitsprüfung wurden geeignete Prüfmittel für Druckproben und Prüfverfahren vorgestellt. Patrick Breuer von Wöhler gab hierzu praxisnahe Hinweise zur Auswahl und Anwendung moderner Messtechnik. Denny Erdmann von der BG BAU sensibilisierte für typische Gefährdungen im SHK-Alltag und zeigte konkrete Anforderungen an einen wirksamen Arbeitsschutz auf.
Im dritten Themenblock Heizungstechnik, Wärmepumpen und Kältetechnik wurden aktuelle Fragestellungen der Heizungstechnik ebenso aufgegriffen wie die wachsenden Anforderungen an Fachwissen und Messtechnik im Umfeld von Kältekreisanlagen. Ronald Krohn von Viega stellte beispielsweise praxisnahe Lösungsansätze für den fachgerechten Anschluss von Wärmepumpen an Heizungsanlagen vor. Im Mittelpunkt standen dabei technische Schnittstellen, hydraulische Anforderungen, Betriebssicherheit und Effizienz.
Der abschließende Themenblock widmete sich Schnittstellen, Schutzanforderungen und Entwässerung. Behandelt wurden unter anderem die Anforderungen an Brandschutz, Schallschutz und Wärmeschutz bei SHK-Installationen. Michael Bringschmidt von TECE SE gab Einblicke in Abdichtungssysteme und Duschrinnen im Badbereich. Bei Reiner Wesenberg von Geberit standen aktuelle Anforderungen, typische Fehlerquellen und Hinweise für eine sichere Ausführung im Fokus. Abschließend wurden praxisrelevante Aspekte der Entwässerungstechnik sowie der Einsatz von Pumpentechnik bei Rückstausicherung, Hebeanlagen und Entwässerung unterhalb der Rückstauebene vorgestellt. Marco Koch von JUNG PUMPEN GmbH zeigte hierzu wichtige Hinweise für Auswahl, Einbau und Betrieb.
Ein wesentlicher Bestandteil der 8. Installationspraxis war erneut die begleitende Fachausstellung. Rund 25 Aussteller aus der Industrie präsentierten aktuelle Produkte, technische Lösungen und Neuheiten für die Praxis. In den Pausen nutzten die Teilnehmenden die Gelegenheit, konkrete Fragen direkt mit Herstellern und Partnern zu besprechen, Kontakte zu vertiefen und Impulse für den betrieblichen Alltag mitzunehmen.
Mit ihrer Mischung aus Fachvorträgen, Praxisbezug und persönlichem Austausch bestätigte die 8. Installationspraxis ihre Bedeutung als kompakter Wissenstag für die SHK-Betriebe in Mecklenburg-Vorpommern. Die große Beteiligung machte deutlich, dass der Bedarf an aktueller technischer Information, sicherer Einordnung von Anforderungen und direktem Austausch innerhalb der Branche weiterhin hoch ist.